Totale Mondfinsternis 2019

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Die Mondfinsternis vom 21.1.2019 war nicht nur die erste des Jahres sondern gleichzeitig auch eine "Totale". Die nächste von Österreich aus sichtbare totale Mondfinsternis wird es erst wieder im Jahr 2028 geben. Im Gegensatz zur MoFi vom Sommer 2018 konnte man diesmal den "Blutmond" in den frühen Morgenstunden beobachten -  der Jahreszeit entsprechend bei frostigen Temperaturen um die -10 °C! Dank bester Wetterbedingungen hat sich das frühe Aufstehen (und die klammen Finger) aber mehr als gelohnt.

PS.: Während der Mondfinsternis gaben sich Venus und Jupiter ein hübsches "Stelldichein" am Südhorizont. Die beiden Planeten waren lediglich 2,4° voneinander entfernt.


Finsternis-Verlauf

Bei dieser Mondfinsternis wanderte der Mond nicht zentral, sondern nördlich durch den Kernschatten der Erde. Er befand sich dabei 63 Minuten lang komplett im Kernschatten. Der gesamte Finsternis-Verlauf (vom Eintritt bis zum Austritt aus dem Halbschatten) erstreckte sich insgesamt über sechs Stunden (314 Minuten). Zur Gänze war die Finsternis in Nord- und Südamerika sowie dem westlichen Europa zu sehen. Im größten Teil Europas - so auch in Österreich - ging der Mond noch partiell oder durch den Halbschatten verfinstert unter.

Totale Mondfinsternis 2019

Die Eckdaten der Mondfinsternis:

03:35 MEZ - Eintritt des Mondes in den Halbschatten

04:34 MEZ - Eintritt in den Kernschatten (Beginn der partiellen Phase)
05:41 MEZ - Beginn der Totalität
06:12 MEZ-  Mitte der Finsternis (Maximale Verdunkelung)
06:44 MEZ - Ende der Totalität 
07:51 MEZ - Austritt aus dem Kernschatten (Ende der partiellen Phase); nicht mehr beobachtbar
08:50 MEZ - Austritt des Mondes aus dem Halbschatten; nicht beobachtbar

Hier einige Fotos der verschiedenen Finsternis-Phasen, in chronologischer Reihenfolge zum Durchklicken:


Blutmond im Frühverkehr

Nachdem die Mondfinsternis bis in die frühen Morgenstunden andauerte, setzte bereits der Frühverkehr ein, während sich die die kupferfarbene Mondscheibe dem Horizont näherte.

Mond im Frühverkehr

Impressionen

Die Fotos der Mondfinsternis entstanden mit der Canon EOS 650D am 150/750 N Skywatcher bzw. 18-135mm Objektiv.